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Mit diesen 5 Tipps, erschaffst Du eine spannende Romanfigur

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Mit diesen 5 Tipps, erschaffst Du eine spannende Romanfigur

Romanfiguren erschaffen

Die Figuren in Deiner Geschichte nehmen einen grossen und bedeutenden Platz ein. Du erzählst die Story mit ihrer Hilfe und hauchst ihnen so Leben ein. Deshalb ist es so wichtig, dass Du die Figuren sorgfältig planst und alle noch so kleinen Details kennst. Der Autor James N. Frey hat mal gesagt: „Solange ein Autor nicht die Entwicklung seiner Figuren von Grund auf kennt, sind deren Beweggründe nicht ganz zu verstehen. Es sind diese Beweggründe, die die Konflikte produzieren und die erzählerische Spannung erzeugen (…).“

Ich persönlich finde das Erschaffen von Romanfiguren sehr spannend. Du hast eine leere Leinwand vor Dir und erschaffst ein neues Kunstwerk. Du alleine entscheidest über die Eigenschaften, das Aussehen und die Fähigkeiten Deiner Figuren. Du kannst alle Deine Wünsche, Ängste oder Träume einfliessen und Deiner Kreativität freien Lauf lassen.

Doch bevor ich jetzt zu sehr ins Schwärmen komme, beginnen wir am Anfang.

1. Figurendatenbank erstellen

Damit Du immer den Überblick über die Eigenschaften, das Aussehen und vor allem die Namen Deiner Akteure hast, erstelle als Erstes eine Figurendatenbank. Ich mache dies immer mittels einer Excel-Liste. Dort kannst Du beliebig viele Mappen eröffnen und somit jeder Mappe eine Figur zuteilen. Halte Dich möglichst genau an eine Struktur. Das heisst, der Name kommt beispielsweise als Erstes, dann die Beschreibung des Aussehens, usw. Diese einheitliche Auflistung wird es Dir später vereinfachen, wenn Du etwas nachschauen musst.

2. Denkrunde

Nimm Dir ein leeres Blatt Papier und einen Stift und schreibe einfach mal wild drauflos. Alles was Dir zu Deiner Romanfigur in den Sinn kommt, schreibst Du auf. Es ist im Moment ganz egal, ob es für Deine Geschichte essenziell ist oder nicht. Hauptsache Du notierst es. Schliesslich weisst Du nie, was Du am Schluss gebrauchen kannst und was nicht. Vielleicht entsteht so in einem winzigen Detail die Idee für eine spannende Wendung oder einen individuellen Charakterzug Deines Protagonisten. Mit Hilfe von verschiedenen Farben kannst Du nun die unterschiedlichen Gruppen wie Aussehen, psychologische Eigenschaften oder soziodemografischen Merkmale kennzeichnen. Dies erleichtert Dir die spätere Auswertung und Zusammenfassung der Figuren.

3. Erstelle einen Lebenslauf

Frage Dich, was Deine Figur ausmacht und in wieweit sie in die Geschichte involviert ist. Nebenfiguren müssen nicht ganz so gründlich ausgearbeitet werden wie die Hauptakteure. Jedoch sollten alle Figuren einen Lebenslauf haben. Bestimme, wo sie geboren wurden, wie sie aufgewachsen sind, welchen beruflichen Werdegang sie hinter sich haben, usw. All diese Fragen bringen Dich näher an Deine Figuren und Du lernst sie so besser kennen.

4. Kreiere ihre Eigenschaften

Nun geht es an die äusseren und inneren Werte. Beschreibe ihr Aussehen. Sind sie gross oder klein? Sind sie blond ober brünett? Haben sie ein offensichtliches Muttermal am Kinn oder andere Merkmale? Wichtig ist, dass Du sie Dir bildlich vorstellst, als ob sie direkt vor Dir stünden. Betrachte sie genau und präge Dir dieses Bild ein. Das Gleiche gilt für die psychologischen Eigenschaften. Beschreibe ihr Wesen. Sind sie zickig oder liebenswert? Sind sie egoistisch oder grosszügig? Sind sie unsicher oder selbstbewusst? Beachte jedoch hier immer, dass es einen logischen Zusammenhang mit der Geschichte geben muss. Das heisst, es muss nachvollziehbar sein wieso sie gerade in dieser oder jenen Handlungen so reagieren. Ein Beispiel: Lisas grösster Traum ist es bei den Olympischen Spielen dabei zu sein. Ihr Ehrgeiz hatte sie schon nahe an ihr Ziel gebracht. Nach einem schweren Unfall ist sie jedoch gelähmt und an den Rollstuhl gefesselt. Nach hartem Training und enormem Willen, schafft sie die Qualifikation für die Paralympics.

Dies heißt also für Dich, wenn Deine Figur im Rollstuhl sitzt, muss es dahinter eine logische Geschichte geben und einen starken Charakterzug, weshalb sie so für ihren Traum kämpft. Denn sehr wahrscheinlich wirst Du ihre Eigenschaften oder die Geschehnisse, die dazu geführt haben, irgendwo in Deine Geschichte einbauen. Nur so kann der Leser die Entscheidungen der Figuren nachvollziehen.

5. Fehler machen interessant

Lasse Deine Figur nicht zu perfekt scheinen. Dies wirkt unnatürlich und zu „glatt“. Die Leser müssen sich mit ihr identifizieren können. Dies geschieht jedoch nicht, wenn alles nur grandios wird, was die Figur anpackt. Lasse sie zweifeln, Fehler machen und unsicher sein. Sie wird somit Deinen Lesern viel sympathischer werden. Und ganz wichtig, füge eine Entwicklung hinzu. Gib der Figur die Möglichkeit, sich zu entwickeln, Neues zu lernen oder selbst über sich hinaus zu wachsen. Du spornst so die Leser an, auch mal mutig sein zu dürfen oder gibst ihnen das Gefühl, nicht alleine mit ihren Ängsten oder Zweifeln dazustehen. Du ermöglichst ihnen eine Verbindung zur Figur aufzubauen und sie auf ihrem Weg zu begleiten.

Nun hast Du das Werkzeug, um eine spannende Romanfigur mit Ecken und Kanten zu entwickeln. Du solltest Deine Figuren so gut kennen, wie einen guten Freund. Nur so hast Du alle nötigen Informationen, um Deine Geschichte glaubhaft und lückenlos aufzubauen.

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Aber vor allem, hab Spass beim Schreiben!

Deine Cindy

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