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Für Deine erfolgreiche Recherche – 5 Tools im Test

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Für Deine erfolgreiche Recherche – 5 Tools im Test

Recherchearbeiten

In der heutigen Flut an Informationen kann man schnell den Überblick verlieren. Informationen findet man an jeder Ecke. Doch sind sie auch wirklich seriös und korrekt? Diese Frage habe ich mir in letzter Zeit oft gestellt. Mein Roman hat jetzt ein Stadium erreicht, bei welchem Detailrecherchen unumgänglich sind. Dabei bin ich oft an meine Grenzen gestossen. Die Frage „Stimmt das wirklich?“ tauchte ständig auf und liess mir keine Ruhe. Deshalb habe ich die 5 häufigsten Recherchemöglichkeiten unter die Lupe genommen, um für Dich Licht ins Dunkle zu bringen.

Das Internet

Jetzt denkst Du bestimmt „Haha, auf das wäre ich auch selbst gekommen.“ Klar, glaube ich Dir sofort. Wir recherchieren ja eigentlich täglich, nur ist es uns vielleicht nicht immer bewusst. Wenn ich wissen will, was heute Abend im Kino läuft oder auf welche Party ich gehen möchte, dann ist dies Recherche. Wenn ich die Öffnungszeiten meines Lieblingsladens google oder den hübschen Typen von der letzten Party auf Facebook finden möchte, dann recherchiere ich. Letzteres kann man auch übertreiben, dafür gibt es dann eine andere Bezeichnung und könnte schlimmstenfalls polizeilich geahndet werden. Es gibt auch hier Grenzen, wie Du siehst. Aber ich schweife ab… 🙂
Das Internet ist die einfachste Möglichkeit, Information zu beschaffen. Ich muss dafür nicht einmal das Haus verlassen geschweige, von meinem Bürostuhl aufstehen. Einfach Google fragen, der spuckt dir dann 10000000 Antworten aus. Nur welche davon kann ich wirklich gebrauchen? Meiner Erfahrung nach, würde ich einen großen Bogen um Wikipedia und Konsorte machen. Diese Seiten sind zwar super wenn du schnell, schnell wissen musst, wie groß Dein Lieblingsschauspieler ist aber bestimmt nicht, wenn es um eine seriöse Recherche für Dein Buch geht. Du weisst ja, dass jeder Depp dort die Daten abändern kann und darauf solltest Du Dich nun wirklich nicht verlassen. Halte Dich an Homepages, die direkt mir der Sache zu tun und am besten noch einen staatlichen Hintergrund haben. Ich weiss, es ist nicht immer möglich aber dort würde ich auf jeden Fall mit der Suche beginnen. Wenn Du beispielsweise eine Frage zum Verlauf von Bauchspeicheldrüsenkrebs hast, dann wende Dich an die Krebsliga Schweiz. Wenn Du Wissenslücken zu einem bestimmten Verhalten von Tieren hast, dann suche nach einem namhaften Zoologen oder dem Tierschutz. Wenn Du etwas über ein Bauteil von einem Fahrzeug wissen must, geh auf die Herstellerwebsite, dort findest Du mit hoher Wahrscheinlichkeit die nötigen Informationen. Und wenn nicht, gib es dort zumindest eine Mail-Adresse, an die Du Deine Fragen senden kannst. So oder so, Du kriegst das, wonach Du suchst.

Internetforen

Wer wären wir denn, wenn wir uns Social Media nicht auch bei den Recherchen zum Freund machen würden. Es gibt 1000 verschiedene Foren im Internet, in denen Du Deine Fragen stellen kannst. Auf Facebook findest Du beispielsweise zahlreiche Autoren-Gruppen die Dir gerne Auskunft geben. Oft tummeln sich da auch Ärzte, Anwälte und Experten aller Art. natürlich kannst Du nicht alles glauben, was man Dir dort erzählt. Aber es gibt Dir vielleicht eine bestimmte Richtung, in der Du dann weiterrecherchieren kannst. Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert. Schliesslich müssen wir die Technologie, welche uns zu Füssen liegt, ausnützen.

Sachbücher (aus der Bibliothek)

Bücher sind für mich immer eine sehr willkommene Informationsquelle. Sie enthalten in der Regel genau das, wonach ich gesucht habe. Doch auch hier würde ich sicherheitshalber die Quellenangaben kontrollieren. Denn im Zeitalter von Self-Publishing ist die Seriosität nicht immer gewährleistet. Ich bin oft wegen eines Kundenauftrags in die Bibliothek gefahren und hab mir erst einmal einen groben Überblick über die dort vorhandene Literatur verschafft. In der Regel habe ich immer das Nötige gefunden. Einen Bibliotheksausweis würde ich sowieso jedem Texter und Autoren empfehlen. Der grosse Pluspunkt ist sicher, dass ich kein einziges Buch für meine Recherchen kaufen muss und ich kann gleichzeitig die Konkurrenz im Auge behalten. Was will Frau mehr?
Der einzige Nachteil bei Büchern ist, dass sie nicht automatisch ein Update erhalten, wie es bei den Homepages im Internet häufig der Fall ist. Kontrolliere deshalb immer vorher das Erscheinungsdatum. Gerade wenn Du korrekte Zahlen benötigst (Einwohnerzahlen, Tourismusangaben, Statistiken, Aktien und Anlagewerte, etc.), würde ich es immer mit einer offiziellen Website im Internet gegenchecken. Dann bist Du auf jeden Fall auf der sicheren Seite.

Infobroschüren von Experten und spezialisierten Firmen

Zu vielen Themen kann man sich heute Informationsmaterial direkt vor die eigene Haustüre liefern lassen. Die Informationsbroschüren der einzelnen Firmen sind in der Regel gut recherchiert und haben einen hohen Wahrheitsgehalt.
Nehmen wir wieder das Beispiel mit dem Schilddrüsenkrebs. Die Krebsliga Schweiz hat auf ihrer Homepage eine Broschüre, die Du direkt downloaden kannst. Sie enthält alle wichtigen Infos für Patient und Angehörige, sowie zum Krankheitsverlauf und den Behandlungsmöglichkeiten. Dies kann enorm hilfreich sein, wenn einer Deiner Protagonisten krank ist oder sogar sterben soll. Vielleicht willst Du auf die Missstände in der heutigen Fleischindustrie aufmerksam machen. Dann hilf Dir Peta mit Infomaterial zum Bestellen oder Downloaden bestimmt liebend gern weiter.

Experteninterview

Wenn alle Stricke reissen und Du nach all den Möglichkeiten immer noch keine Antworten auf Deine Fragen gefunden hast, dann heisst es jetzt, mutig sein. Den Mutigen gehört die Welt oder in diesem Fall, die Antwort zu der kniffligen Frage. Hast Du Dir schon mal überlegt, einen Experten auf Deinem Gebiet anzuschreiben und ihn um ein Interview zu bitten? Nein? Dann versuch es doch ganz einfach mal. Stelle Dich und Deine Arbeit kurz vor und formuliere Deine Fragen präzise und konkret. So bekommst Du wahrscheinlich eine der besten Antworten und muss sie nicht einmal hinterfragen, ob sie auch wirklich stimmt.
Denn sie kommt direkt von der Quelle. Oder suche nach Leuten, die Dein Szenario (falls überhaupt möglich) schon einmal durchgemacht haben. Du erfährst so die unverfälschte Sicht einer Person, die den Krebs überlebt hat (um wieder beim Thema zu bleiben J) Ich finde, Fragen kostet nichts. Und mehr als ein enttäuschendes „Nein“ kann Dir auch nicht passieren.

Nun wünsche ich Dir ein erfolgreiches Recherchieren und viel Spass beim
Faktenüberprüfen.

Deine Cindy

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