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11 Gründe, wieder mehr zu schreiben

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11 Gründe, wieder mehr zu schreiben

Endlich wieder mehr Schreiben

In der Zeit von WhatsApp, Twitter und Co. verlieren, wir meiner Meinung nach, immer mehr den Bezug zum richtigen Schreiben. Und hierbei meine ich nicht in einer kurzen Textnachricht möglichst viele Abkürzungen zu benutzen, sondern sich wirklich wieder einmal dem richtigen und ursprünglichen Handwerk zu widmen. Da mir dieses Thema sehr am Herzen liegt, habe ich Dir hier 11 Gründe aufgelistet, welche Ansporn sein können, wieder mehr zu Stift und Papier zu greifen.

1. Ein tolles Handwerk

Das Schreiben ist so gesehen ein uraltes Handwerk. Früher musste man seine Botschaften noch mit Hammer und Meissel in Stein hauen. Daher kommt wohl auch die Bezeichnung „Handwerk“, denn es brauchte pure Muskelkraft, um seine Botschaften zu verbreiten. In der heutigen Zeit haben wir es um einiges einfacher. Wir können frei nach Lust und Laune in unsere Tastatur hauen oder einen Stift herauskramen, um wieder mal etwas von Hand zu schreiben. Kannst Du Dich noch daran erinnern, wann Du das letzte Mal einen Brief geschrieben hast? Und damit meine ich keine Mail oder SMS, sondern einen richtigen Brief? Zugegeben, dies weiss ich auch nicht mehr. Trotzdem habe ich es mir zur Gewohnheit gemacht, wieder mehr analog zu schreiben. Die Plots für meine Geschichten oder zumindest einmal die ersten Ideen, schreibe ich meistens von Hand. Ich liebe meine farbigen Notizbücher und freue mich immer, wenn ich sie wieder aus der Schreibtischschublade nehmen kann.
Die Handschrift eines Menschen sagt viel über seine Persönlichkeit aus. Nicht umsonst wurde früher bei den Bewerbungsschreiben ein handgeschriebenes Dokument verlangt. Natürlich geht es um einiges einfacher, alles in der digitalen Agenda einzutragen. Aber wirklich schön sieht es nicht aus oder? Hast Du es darum mal mit Handlettering versucht? Dies wurde zu einem sehr schönen und kreativen Trend, wie ich finde. Es geht im Grunde darum, Dein Tagesjournal mit Zeichnungen und verschiedenen Schriften zu verzieren und Dir somit mehr Lust auf Deine Termine zu verschaffen. Eine tolle Idee.

2. Mehr als nur einfacher Kommunikationsaustausch

Für mich ist das Schreiben viel mehr als nur reine Kommunikation. Ich kann mich beispielsweise viel besser schriftlich ausdrücken, als in einem Gespräch. Meine Wortwahl ist oft besser und ich habe die Zeit, über gewisse Dinge nachzudenken, anstatt meine Meinung einfach lauthals in die Welt hinaus zu rufen. Dies kann Dir unter Umständen einiges an Ärger ersparen.

3. Auskotzliste – Papier nimmt Dir nichts übel

Falls Du mal so richtig schlecht gelaunt bist, und Dir sowieso alles gerade zu viel ist, erzähl es einem Stück Papier. Nein, Du bist dadurch ganz sicher nicht verrückt und hast auch keinen an der Klatsche. Aber manchmal ist es besser, sich schriftlich „auszukotzen“ als die schlechte Laune an einem geliebten Menschen auszulassen. Das Papier kannst Du danach einfach in den Mülleimer werfen. Die Person, die Du zu Unrecht angeschnauzt hast, könnte Dir dies jedoch noch ein wenig länger übel nehmen. Also überlege genau, was Dir lieber wäre.

4. Eintauchen in andere Welten

Um einen Roman oder auch eine Kurzgeschichte zu schreiben, ist es notwendig, dass Du Dich in die Lage Deiner Figuren hineinversetzen kannst. Das heisst, Du bereist fremde Welten, entdeckst Eigenschaften Deiner Protagonisten und kannst Deiner Fantasie freien Lauf lassen. Ich liebe es, neue Geschichten zu erfinden und Figuren zum Leben zu erwecken. Es ist meine kleine Realitätsflucht. Denn in meinen Stories kann ich alles sein, was ich will. Ich kann mutig, abenteuerlustig oder auch 1.80m gross und gertenschlank sein. Es spielt keine Rolle, denn es ist meine Erzählung und in dieser kann ich Gott spielen, so viel ich will.

5. Die Kreativität gebrauchen

Dass wir unser ganzes Vermögen an Kreativität gebrauchen, ist in unserer Zeit eher selten. Vieles ist schon vorgeschrieben oder man hat bereits für uns mitgedacht. Wirklich fantasievoll brauchen wir nicht mehr zu sein, wenn wir es denn nicht wollten. Dies finde ich sehr schade, denn wir nutzen so nur einen Bruchteil unseres Potentials aus. Genau das ist das Schöne am Schreiben. Du kannst alles rauslassen und so fantasievoll sein wie du willst. Fragst Du Dich manchmal auch, wie George Lukas diese ganzen Welten in Star Wars erschaffen konnte? Ich sag’s Dir, mit Hilfe seiner Fantasie und ganz viel Inspiration. Ich bewundere ihn sehr dafür.

6. Andere damit erfreuen

Kommen wir noch einmal auf den handgeschriebenen Brief zurück. Wann hast Du das letzte Mal einen bekommen? Ich hatte als Kind viele Brieffreundschaften und ich weiss noch genau wie besonders es war, wenn wieder ein Brief für mich im Briefkasten lag. Ich hatte so die Möglichkeit Freundschaften zu schliessen, mit Menschen, die ich wahrscheinlich nie (mehr) getroffen hätte. Also mach doch auch mal Anderen eine kleine Freude und schreib ihnen einen Brief oder eine Postkarte. Sie werden bestimmt überrascht und begeistert sein.

7. Meditation mal anders

Für mich ist das Schreiben auch eine Art Meditation. Ich hoffe, dass mich die Gurus dieser Welt jetzt nicht Steinigen für diesen Vergleich. Aber ich finde ihn sehr zutreffend. Wenn ich schreibe, kann ich vollkommen entspannen. Ich nehme die Welt um mich herum kaum mehr wahr und kann in diesem Zustand, locker 2 – 3 Stunden verbringe, wenn man mich dann auch lässt. Und das Beste? Danach fühle ich mich befreit und bin gut gelaunt (vielleicht bis auf die Schmerzen in den verspannten Schultern, aber dies ist wohl ein anderes Problem.)

8. Etwas für die Nachwelt erschaffen

Wenn es Dir gelingt, ein Buch zu schreiben, hast Du nicht nur etwas Grosses für Dich persönlich geschaffen, sondern Du hinterlässt auch etwas für Deine Nachwelt. Natürlich muss es nicht gerade ein Roman sein. Denke nur an die vielen Geschichten über Leute, die alte Tagebücher auf ihrem Speicher gefunden hatten und sich herausstellte, dass es diejenigen ihrer Gross- oder Urgrossmütter waren. Diese Menschen erhielten so einen unverbauten und realen Einblick, in das Leben von damals. Natürlich sind Tagebücher ein wenig aus der Mode gekommen. Trotzdem finde ich es ein schöner Gedanke meinen Kindern, Enkeln und Urenkeln etwas zu hinterlassen.

9. Gefühle analysieren

Schon in anderen Artikeln habe ich darüber geschrieben, wie mir das Schreiben durch schwere Lebenslagen geholfen hat. Es gibt mir eine Plattform, meine Gefühle schwarz auf weiss zu sehen und je nach dem auch die eine oder andere Erkenntnis daraus zu ziehen. Oftmals werden die Probleme viel klarer, währendem ich schreibe. Ich sehe Lösungen, wo vorher noch reinste Dunkelheit herrscht, und es verschafft mir Klarheit über meine Situation. Ich kann Dir dies nur wärmstens ans Herz legen, wenn auch Du wieder mal in eine schwierige Situation kommst. Denn Du tust es für Dich. Niemand wird Deine Gedanken je zu Gesicht bekommen, wenn Du dies nicht möchtest. Aber Du wirst dadurch wertvolle Impulse mitnehmen können. Dies verspreche ich Dir.

10. Entscheidungen besser treffen

Wer stand schon nicht irgendwann einmal vor einer großen Entscheidung? Soll ich wirklich diese Weltreise antreten? Soll ich meinen Job kündigen, bevor ich einen Neuen habe? Möchte ich mir wirklich dieses neue Auto leisten? Wir treffen sie jeden Tag. Ob grosse, lebensverändernde oder kleine, belanglose Entscheidungen. Doch wie jeder damit umgeht, ist unterschiedlich. Ich halte mich beispielsweise an die gut bewährte Pro und Contra Liste. Diese habe ich schon unzähligen Freuden empfohlen, wenn sie mal nicht mehr weiter wussten. Im ersten Augenblick klingt es recht banal. Doch wenn Du es wirklich mal versuchst, wirst Du schnell erkennen, dass es funktioniert. Unterbewusst, wird Dir klar werden, was Du wirklich willst. Und wenn Du nicht während des Erstellens der Liste darauf kommst, wie deine Entscheidung aussieht, wirst Du es spätestens anhand der aufgelisteten Punkte erkennen. Nur selten geht eine dieser Listen unentschieden aus. Und falls dies doch einmal so sein sollte, dann hör darauf, was Dein Gefühl dir sagt. Eine Tendenz ist auf jeden Fall spürbar.

11. Last but not least – Weil es Spass macht

Dies ist eigentlich der Hauptgrund, warum Du öfter schreiben solltest. Weil es einfach Spass macht und ein toller Zeitvertreib ist. Dieser Punkt benötigt auch gar nicht mehr Erklärung. Schreibe wann immer Du Lust hast und du wirst erkennen, wie schnell du besser und besser wirst und wie toll es ist, etwas Eigenes zu erschaffen.

Ich wünsche Dir viel Freude.

Deine Cindy

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